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Leder – haltbares tierisches Material für Accessoires, Kleidung, Möbel

Lederwaren Leder. Wir alle kennen und lieben dieses Material, deren Erzeugnisse auch als Lederwaren oder Portefeuilles bezeichnet werden. Es handelt sich beim Leder um Tierhaut, die durch chemische Prozesse (Gerbung genannt) haltbar gemacht wurde. Dabei stammt das Leder in der Regel von der Hautschicht namens „Dermis“. Besonders häufig wird die Haut vom Rind, Schwein, Schaf, der Ziege oder weiteren Tieren verwendet. Genaue Informationen zu den Lederarten, und Verwendungszweck und mehr liest du nachfolgend.
Besonderheiten
  • verschiedene Arten von Leder
  • unzählige Anwendungsmöglichkeiten
  • vielseitig einsetzbar
  • zäh und dennoch geschmeidiges Material
  • atmungsaktiv und trotzdem recht undurchlässig

Die Haut zahlreicher Tiere, die nach einem speziellen Prozess (Gerbung) zu Leder verarbeitet wird, weist viele positive Eigenschaften auf. Generell ist das Material zwar natürlich, weist aber dennoch ähnliche Eigenschaften zur menschlichen Haut auf. Nachfolgend eine Übersicht aller Eigenschaften.

Positive Eigenschaften des Leders
winddichtatmungsaktivnatürliche Elastizität
umweltfreundlichNaturproduktbegehrenswertes Material
angenehmer Griffhautverträglichjedes Leder ist einzigartig
WassertropfenechtheitWärmebeständigkeitLichtechtheit
Sperre gegen NässeNaturoptiktypischer Duft
Langlebigkeitreißfesthaltbar
Patina bei Verwendung noch schönermodern und klassisch zugleichbereits seit über 5.000 Jahren in Verwendung
Anpassung an KörperbewegungenKörperfeuchtigkeit kann aufgenommen werdenMaterial kann weich, soft oder fest sein

Nicht ohne Grund wird Leder in der heutigen Zeit und auch bereits seit vielen tausend Jahren am häufigsten als Material eingesetzt. Dabei geht es nicht nur um die Fertigung von Möbeln (z.B. Ledercouchen, Ledersitze etc.), sondern vor allem auch Kleidungsstücke (z.B. Lederröcke, Lederjacken etc.), Accessoires (Leder-Geldbeutel, Leder-Taschen etc.) und Sonstiges (für Bälle, Schuhe, Sattel etc.).

Rein technisch und für die Beurteilung der Qualität wird Leder im Übrigen anderweitig unterschieden. Hierbei kommt es auf

  • das Gewicht und die Dichte
  • die Zugfestigung
  • die Dehnbarkeit
  • die Bruchfestigkeit
  • die Lichtbeständigkeit
  • die Wasserdurchlässigkeit
  • und die Luftdurchlässigkeit an.

Auch einige chemische Werte sind bei der Bestimmung des Leders relevant. Dazu zählen beispielsweise der Säure-, Gerbstoff- und Fettgehalt, die Waschbarkeit, die Schrumpfungstemperatur, wenn das Leder nass ist und vieles mehr.

Gut zu wissen: Dass Leder bereits mindestens 5.000 Jahre vor Christus eingesetzt wurde, belegt unter anderem die Gletschermumi „Ötzi“, die gewisse Kleidungsstücke aus Leder trug. Wissenschaftler gehen davon aus, dass bereits Neandertaler Bekleidung und Höhlen-Auskleidungen aus Fellen und Leder hergestellt haben. Auch zu späteren Zeitpunkt wurde Leder häufig eingesetzt, unter anderem als Schreibunterlage im Alten Orient (als Pergament).

Leder – nicht nur von Rindern und Schweinen

In der heutigen Zeit wird das Leder häufig von Schweinen und Rindern eingesetzt, doch auch die Haut vielen weiterer Tierarten kommt für die Leder-Produktion zum Einsatz. In den häufigsten Fällen sind dies:

Rinder:

  • Boxcalfleder
  • Goldchromleder
  • Mastboxleder
  • Rindboxleder
  • Vachetteleder

Schweine:

  • Porcleder
  • Peccaryleder / Pekarileder

Schafe:

  • Chevrettenleder
  • Moutonleder
  • Skiverleder
  • Waschleder

Ziegen:

  • Chevreauleder
  • Maroquinleder / Marokkoleder
  • Saffianleder

Gämse:

  • Chamoisleder

Geht es dagegen um exklusivere Produkte, so werden auch seltenere Tierarten herangezogen, um ebenso seltenes Leder zu fertigen.

  • Krokodilleder
  • Eidechsenleder
  • Schlangenleder
  • Pferdeleder
  • Fischleder (Hai, Aal, Dorsch, Rocken etc.)
  • Straußenleder
  • Elefantenleder
  • Känguruleder
  • Hirschleder
  • Seehundleber
  • Yakleder
Wichtig: Beim Leder wird generell nicht nur zwischen den Tierarten unterschieden, sondern auch anhand der Frage, ob es vor dem Gerben bereits behandelt wurde oder nicht. Viele Lederarten weisen nicht alle positiven Eigenschaften gleichzeitig auf, da es unter anderem davon abhängt, welche Mittel und auch Methoden beim Gerben eingesetzt werden. Generell gibt es mehr als 300 verschiedene Methoden, Tierhäute zu gerben.

Herstellung – das Verfahren der Lederherstellung in 18 einzelnen Schritten

Tierhäute werden bereits seit unzähligen Jahren für verschiedene Zwecke eingesetzt. Das Herstellungsverfahren hat sich dabei von Zeit zu Zeit geändert, allerdings ist es schon immer ein recht aufwendiger Prozess gewesen, aus Tierhäuten feines Leder herzustellen. Nachfolgend bieten wir dir eine kleine Übersicht, in welche 18 einzelnen Schritte die Herstellung von Leder heutzutage besteht.

  1. Gewinnung: Der erste Schritt besteht aus der Gewinnung der reinen, rohen Häute des jeweiligen Tieres.
  2. Lagerung: Anschließend müssen diese Häute konserviert und entsprechend fachgerecht gelagert werden.
  3. Weichen: Die Konservierungsstoffe werden nun durch das Einlegen und Reinigen im Wasser wieder entfernt.
  4. Äschern: Hierbei handelt es sich um einen Hautaufschluss, bei dem einerseits das Fasergefüge aufgelockert und die Haare auf der oberen Haut entfernt werden. Die rohe Haut wird nach diesem Prozess als „Blöße“ betitelt.
  5. Entfleischen: Im fünften Schritt werden eventuell noch anhaftende Reste des Gewebes entfernt.
  6. Beize: In diesem Schritt kommt es zur Beizung des Gewebes, damit es für die Gerbung aufnahmefähiger wird.
  7. Gerbung: Bei diesem Prozess wird aus der Rohhaut das Leder und die negativen Eigenschaften gehen verloren. Wichtig ist die Gerbung, damit das Leder konserviert werden kann, ohne, dass sich das Material zersetzt. Es gibt hunderte verschiedene Verfahren, wobei häufig mehrere Gerbverfahren kombiniert werden, um das gewünschte Ergebnis an Eigenschaften zu erhalten. Besonders bekannt sind z.B. die folgenden Verfahren:
    • Vegetabile Gerbung
    • Fettgerbung
    • Gerbung mit Mineralsalzen
    • Gerbung mit Aldehyd-Gerbstoffen
    • Gerbung mit synthetischen Gerbstoffen
  8. Abwelken: Es folgt eine mechanische Entwässerung nach der Gerbung, zuvor noch eine Neutralisierung der Säurereste.
  9. Sortieren: Dieser Schritt ist als Qualitätskontrolle zu bezeichnen.
  10. Spalten: Hierbei wird das Oberleder vom Kernspalt und Fleischspalt getrennt.
  11. Falzen: Zum Einsatz kommt in diesem Schritt eine Falzmaschine, die für die gleichmäßige Stärke des Leders sorgt. Auch weitere Unebenheiten können während dieses Prozesses entfernt werden.
  12. Nasszurichtung: Sowohl das Einfetten als auch Färben des Leders fällt in diesen Schritt, der zudem auch die späteren Eigenschaften des Materials bestimmt.
  13. Ausrecken: Es folgt nochmals eine Streckung und Entwässerung des Leders.
  14. Trocknen: Nun gelangt das Leder in der Regel in Trockenöfen.
  15. Stollen: Um das Leder noch weicher zu machen, kommen Walkmaschinen zum Einsatz.
  16. Trockenzurichtung: Um die gewünschte Beständigkeit, Struktur, Farbe und den entsprechenden Glanz zu erhalten, folgt nun eine Behandlung der Oberfläche. Bei glattem Leder (z.B. Nappaleder) kommen beispielsweise spezielle Lacke zum Einsatz, wohingegen für ein raues Leder (z.B. Velours) das Leder geschliffen wird.
  17. Kontrolle: Der finale Schritt besteht aus einer endgültigen Qualitätskontrolle, ehe das Leder als fertiges Material anderweitig verarbeitet werden kann.
Wichtig: Dies ist nur eine sehr kurze Beschreibung des gesamten Prozesses, der wiederum diesen Rahmen sprengen würde. Dennoch erhältst du somit einen kleinen Einblick in den Aufwand, der mit der Leder-Herstellung einhergeht.

Traditionelle materialbezogene Handwerksberufe

Viele Handwerksberufe beziehen sich auf die Verarbeitung des Ledermaterials. Nachfolgend einige historische und auch moderne lederverarbeitende Berufe.

  • Allgemeine Berufe: Täschner (Taschner, Feintäschner), Gerber, Punzer, Buchbinder, Kürschner, Riemer, Sattler, Schuster (Schuhmacher)
  • Historische Berufe und Berufsbezeichnungen: Lederer, Weiß- und Rotgerber, Corduanmacher, Beutler, Futteralmacher, Pergamenter
  • Relativ neuer Beruf: Restaurator (Buchrestaurator / Restaurator von archäologischen Funden)

Anwendungsbereiche – Leder wird in nahezu jeder Branche eingesetzt

Man glaubt es kaum, doch das Leder-Material kommt in fast jeder heutigen Branche in vielfältigen Varianten zum Einsatz. Dabei gibt es Bereiche, die uns sehr geläufig sind (z.B. Taschen, Schuhe, Ledersessel etc.), aber auch viele weitere Bereiche, die vielleicht nicht sofort auf das verwendete Leder-Material deuten. Auch hierzu möchten wir dir nachfolgend einen kleinen Überblick geben, in welchen Bereichen und für welche Arten von Produkten Leder unter anderem eingesetzt wird.

Anwendungsbereiche von Leder
BerufskleidungSchutzkleidungFunktionskleidung
TrachtenHandtaschenGeldbörsen
KofferEtuisGürtel
HüteArmreifenSchmuckketten
SitzmöbelPolstermöbelWandbespannung
LampenschirmeLedersitze (Autos, Bahn etc.)Lenkradverkleidung
CockpitverkleidungFahrradsattelBall-Überzug
Sportgeräte-ÜberzugTreibriemenTransmissionsriemen
DichtungenPutzlederWaschleder
FiltrierlederMusikinstrumentein der Buchbinderei
SättelGeschirre für PferdePeitschen
HundehalsbänderHundeleinenGriffe

Weltweit wird Leder produziert und in den meisten Fällen für Kleidungsstücke, Schuhe und Accessoires verwendet. Vor allem bei den Schuhen wird Leder mit verschiedenen Eigenschaften herangezogen, sodass die Schuhe z.B. verschleißfest, schweißbeständig und hautverträglich sind.

Vielfältige Lederarten für Schuhe, Kleidungsstücke und Accessoires

Jedes Leder erfüllt mit den individuellen Eigenschaften einen bestimmten Zweck und wird daher vielfältig eingesetzt. Wir möchten dir nachfolgend eine kleine Übersicht bieten, wie Leder heutzutage am meisten eingesetzt wird.

ZweckWofür eingesetzt?
Schuhe
  • Für die Sohle: schweißbeständiges, verschleißfestes und generell sehr festes Brandsohlenleder
  • Für das Futter: prägbares und dennoch festes Rahmenleder
  • Für das Oberteil: abhängig der Schuhart wird Oberleder mit verschiedenen Eigenschaften eingesetzt. Häufig werden folgende Lederarten eingesetzt:
    • Boxcalfleder
    • Rindboxleder
    • Chevrauxleder
    • Huntingleder
    • Reptilleder
Kleidung
  • modische Kleidung für den Alltag: beliebt sind (und waren) z.B. Lederjacken und Lederhosen (traditionell vor allem in Bayern und Österreich verbreitet)
  • Funktions-, Schutz- und Berufskleidung: vor allem Kleidung für Motorradfahrer, Fliegerjacken, Helme und Schürzen werden aus Leder gefertigt
  • Fetisch- und BDSM-Kleidung: als Lederfetisch, für Peitschen und weitere Produkte und in der „Lederszene“ verbreitet
AccessoiresAus Leder können nahezu alle erdenklichen Produkte und Accessoires gefertigt werden. Besonders häufig:

  • Handtaschen
  • Geldbörsen
  • Koffer
  • Schmuckkästchen
  • Haarschmuck
  • Armschmuck
  • Gürtel
  • Etuis
  • Hüte

Qualität – achte auf den Preis des Leders

Normalerweise sind teure Produkte nicht unbedingt auch die Besten. Bei einem Leder-Produkt sieht die Sache allerdings anders aus. Hier entscheidet tatsächlich der Preis auch häufig über die Qualität, da Leder generell einen entsprechend hohen Preis hat. Einen Unterschied gibt es nicht nur zwischen Kunstleder und Echtleder, sondern auch echtes Leder kann verschiedene Qualitätsmerkmale aufweisen.

Achte darauf, dass das gewählte Leder

  • nicht unangenehm riecht
  • frei von Schadstoffen ist
  • nicht ausbleicht
  • langlebig ist
  • leicht zu reinigen ist

Da sich viele dieser Eigenschaften für dich als Endverbraucher nicht einfach vorab prüfen lassen, gibt es einige Qualitätsmerkmale, auf die du beim Kauf eines Lederproduktes achten solltest.

KaufkriteriumBeschreibung
PreisDas wohl wichtigste Kriterium beim Kauf eines Leder-Produktes ist der Preis. So Klischee-haft das auch klingt, es ist wahr. Ist der gewählte Artikel sehr preiswert, besteht aber aus echtem Leder, dann handelt es sich eventuell um eine minderwertige Qualität. Eine weitere Möglichkeit ist, dass es nicht alle gewünschten Eigenschaften aufweist, da in dieser Hinsicht beim Gerben gespart wurde.
HerstellerAchte auf eine gute, bekannte, seriöse und erfahrene Marke, wenn es um Leder-Produkte geht. Hier kannst du dir sicher sein, dass qualitatives Leder eingesetzt wird und das Material einen entsprechend hohen Standard aufweist.
Wichtig: Leder ist ein Naturmaterial, was bedeutet, dass kein Leder einem anderen Leder gleicht (und auch nicht gleichen kann). Es gibt daher auch gewisse Qualitätsschwankungen, die sich nicht umgehen lassen, da jede Haut und jede Partie anders ausfallen kann. Mit einem Blick auf den Hersteller und den Preis kannst du allerdings bereits das größte Risiko für einen Fehlkauf ausschließen.

Leder nach Herstellung, Herkunft, Oberflächenbehandlung und Verwendungszweck sortiert

Da es unzählige Varianten des Materials gibt, werden die Arten entsprechend unterteilt. Auch wir möchten dir einen kleinen Einblick bieten, wie sich Leder in die Oberflächenbehandlung, generelle Herkunft, Herstellungsverfahren und den Verwendungszweck unterteilt.

SortierungBeschreibung
HerstellungNach Gerbverfahren:

  • Alaungegerbtes Leder
  • Altgrubengerbung
  • Chromleder
  • pflanzlich gegerbtes Leder
  • Juchtenleder
  • Rhabarberleder
  • Sämischleder
  • Schrumpfleder

Nach dem verwendeten Teil der Rohhaut:

  • Spaltleder
  • Vollleder
  • Rohhaut
HerkunftNach Tierarten sortiert (z.B. Rindsleder, Schweinsleder, Straßenleder, Fischleder etc.).
Oberflächenbehandlung
  • Anilinleder
  • Chagrin
  • Farbleder
  • Hühnerleder (nicht von Hühnern, sondern Ziegen und Schafen)
  • Knautschlack
  • Lackleder
  • kühlendes Leder
  • Nubukleder
  • Rauleder
  • Schleifbox
  • Veloursleder
  • Waterproof
Verwendungszweck
  • technisches Leder
  • Futterleder
  • Buchbinderleder
  • Bekleidungsleder
  • Handschuhleder
  • Möbelleder
  • Autoleder
  • Schuhunterleder
  • Schuhoberleder
  • Sattlerleder
  • Täschnerleder

Ein paar weitere Bezeichnungen, die auch heute noch gebräuchlich sind: Wildleder, Walknappaleder, Nappaleder und Ecraséleder, die noch weitere Leder-Varianten bezeichnen.

Wie werden Leder-Produkte gepflegt?

Du hast dir ein paar schicke Lederschuhe oder eine Tasche aus Leder zugelegt und möchtest wissen, wie du das schicke Utensil am besten pflegst? Wir verraten es dir! Du solltest generell sehr vorsichtig mit den verwendeten Materialien umgehen und auch die Pflegemittel sorgfältig auswählen. Die Eigenschaften des Leders werden maßgeblich vom Wassergehalt und vom Fettgehalt bestimmt, weswegen schon kleine Pflegeeinheiten die Eigenschaften verändern können.

Pflege von Lederschuhen

Schuhe werden vor allem durch äußerliche Einflüsse stark belastet. Sie laufen auf Nässe, müssen Stöße abfangen, werden gerieben und auch Stöße gehören zum Alltag dazu. Die Beanspruchung wird außerdem vom Druck, Schweiß und dem Zug der Füße verstärkt. Wir verraten dir nachfolgend, wie die einzelnen Ledersorten gepflegt werden sollten:

  • Glattlederschäfte: Hast du deine Schuhe erst einmal gründlich gereinigt, dann solltest du eine dünne Schicht Schuhcreme auftragen und die Lederschuhe danach polieren. Auf diese Weise legt sich ein zum großen Teil geschlossener Schutzfilm auf das Material. Gut geeignet ist sogenannte Hartwachscreme, die auch als Dosencreme bekannt ist. Wenn diese Pflege nicht ausreicht (weil es sich z.B. um stark beanspruchte Arbeitsschuhe handelt), werden spezielle Lederfette und Fettwachse eingesetzt.
  • Raulederschuhe: Bestehen deine Schuhe aus Velours oder aus Nubuk, dann ist auch hier eine sehr regelmäßige Pflege notwendig. Diese Pflege beinhaltet erst einmal das Ausbürsten und anschließendes Imprägnieren (sollte regelmäßig durchgeführt werden). Handelt es sich um eine Schuhsohle, dann sollte diese mit Ledersohlenöl behandelt werden.
Wichtig: Im Winter nässen auch Lederschuhe gerne einmal durch und du solltest sie direkt trocknen. Achte allerdings darauf, dass sie nicht durch extra warme Luft oder Strahlung (z.B. Fön etc.) getrocknet werden, denn dadurch kann sich das Leder verhärten, reißen, spröde werden und leichter brechen. Stopfe die durchnässten Schuhe stattdessen mit etwas Papier aus, um die Feuchtigkeit aufzusaugen. Am besten ist es, wenn der Schuh von allen Seiten Luft hat und du die Zeitung oder das Papier ganz einfach regelmäßig wechselst.

Pflege von Kleidungsstücken und Accessoires aus Leder

Wenn du Lederkleidungsstücke reinigen lassen möchtest, solltest du sie in eine professionelle Reinigung geben, da dort mit chemischen Lösungsmitteln gearbeitet wird. Besitzt du dagegen ein Kleidungsstück (z.B. Handschuhe) aus Glacéleder, so kann hierfür Waschbenzin zum Einsatz kommen. Einfaches, weiches Waschmittel oder ein spezielles Waschmittel kommt dagegen bei

  • Nappaleder
  • Wildleder
  • und Schweinsleder

zum Einsatz. Möchtest du dagegen Ledermöbel reinigen, dann reicht ein weicher und leicht feuchter Lappen aus. Du solltest nicht einfach ein Lederpflegemittel einsetzen, da dies unerwünschte Folgen nach sich ziehen kann.

Kleiner Tipp: Um Gegenstände aus Leder aufzubewahren, ist ebenfalls eine gewisse Sorgfalt von Nöten. Achte darauf, dass das Leder vor Nässe, Schmutz, Staub und auch vor Sonnenstrahlen geschützt ist. Zusätzlich sollte die Luftfeuchtigkeit nicht zu hoch und möglichst konstant sein.

Die Leder-Alternative: Kunstleder als preiswertes Lederimitat

Jeder, der schon einmal ein Lederprodukt in Händen gehalten hat, der weiß, dass allein der Geruch bereits unverwechselbar ist. Dennoch gibt es Möglichkeiten, Leder zumindest optisch zu imitieren. Die Lösung: Kunstleder. Auch dieses Material dürfte jedem von uns sehr geläufig sein. Rein technisch besteht Kunstleder erst einmal aus einem textilen Grundgewebe und um eine Kunststoffdeckschicht.

Zur Anwendung kommt Kunstleder fast überall dort, wo auch echtes Leder eingesetzt wird. Ob für Jacken, Schuhe, Taschen, Gürtel, aber auch Sitz-, Sofa- und Sessel-Bezüge und mehr. Die Eigenschaften, die dem Leder ähneln sollen, werden durch bestimmte Beschichtungen erreicht.

Es gibt einige Vorteile, Kunstleder gegenüber echtem Leder einzusetzen. Welche das sind, verraten wir dir hier:

  • recht günstiger Preis
  • sehr robust
  • in der Maschine waschbar
  • keine Verhärtungen beim Trocknen
  • einfacher Zuschnitt
  • stets gleiche Qualität
  • kürzerer Herstellungsprozess
  • nicht an Tierhäute gebunden
Wie du siehst: Es gibt viele gute Gründe, auch ein Produkt aus Kunstleder in Erwägung zu ziehen. Dabei solltest du keinesfalls denken, dass Kunstleder einfach nur ein billiger und qualitativ minderwertiger Abklatsch ist. Auch Kunstleder kann qualitativ sein und ist zumindest bei einigen Accessoires oder Kleidungsstücken eine preislich erschwingliche Alternative. Dennoch kann Kunstleder natürlich trotzdem nicht das unverwechselbare Gefühl und den eindeutigen Duft von echtem Leder ersetzen.

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